7th Edition of INSPYRE

INternational School on modern PhYsics and REsearch - “The Space Frontier”

Vom 13.02. bis zum 17.02.1017 bekamen wir, Lea Apel und Aylin Kemi (Schülerinnen der Q2), die Möglichkeit, an der INternational School on modern PhYsics and REsearch (INSPYRE) in Italien teilzunehmen.

 

Der Workshop im Nationalen Institut für Nuklearphysik in Italien (INFN) bot etwa 70 Schülerinnen und Schülern aus sieben verschiedenen Ländern Europas (Belgien, Italien, Deutschland, Norwegen, Frankreich, England, Rumänien) in ihren letzten Schuljahren eine Woche gefüllt mit Experimenten, Besichtigungen und Vorlesungen, die einen Einblick in die moderne Physik und die Arbeitswelt von Forschungseinrichtungen – mit besonderem Fokus auf „The Space Frontier“ - geben sollten.

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Die lehrreiche Seminarwoche war vielfältig gestaltet. Am Sonntag, den 12.02. sind wir mit hoher Motivation in Ciampino gelandet und sind von dort aus zum Hotel in Frascati, wo sich auch das INFN befindet, gefahren.

Interessiert und mit großen Erwartungen starteten wir unseren ersten Tag. Nach Erledigung diverser organisatorischer Dinge gab es dann in einem Hörsaal eine Willkommensrede und eine ausführliche Einführung in das fünftägige Programm. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit bei einem sogenannten „Speed Date“ nahezu alle Teilnehmer in je eineinhalb Minuten kennenzulernen. Noch am selben Tag fand die Vorlesung „The Universe Recipe“ statt, an der wir die Bestandteile des Universums kennengelernt und thematisiert haben: Materie und Antimaterie, Dunkle Materie und Dunkle Energie etc.

Der zweite Tag bestand aus vier interessanten Vorlesungen:

  • Antimatter-Lost in the universe created and applied on earth,
  • Satellite and Lunar Laser Ranging (fundamental physics and applications),
  • Quantum matter and space und
  • Studies of the universe in an underground laboratory.

In den darauffolgenden zwei Tagen durften wir an zwei Experimenten teilnehmen, zur Auswahl standen:  

  • Gravitationswellen,
  • Bestimmung der Planck-Konstante und Quantenmechanik,
  • Atome, Röntgenstrahlen und Synchrotronstrahlung,
  • Dafne Kontrollraumaktivitäten und
  • Bionanotechnologie.

Das erste Experiment, an dem wir teilgenommen haben, handelte von Gravitationswellen und zeigte uns, wie man diese identifiziert. In Analogie zu diesem Experiment haben wir die Schallgeschwindigkeit in einem Objekt gemessen; zuerst bei Zimmertemperatur und dann in flüssigem Stickstoff. Zusätzlich konnten wir den Detektor "NAUTILUS" besichtigen, der die Bewegungen von schweren Massen aus Millionen von Lichtjahren Entfernung messen kann.

inspyre03Das zweite Experiment diente zur Bestimmung der sogenannten Planck-Konstante. Innerhalb der verschiedenen Experimente gab es jeweils kleinere Gruppen und so haben wir im Anschluss die einzelnen Messwerte verglichen und analysiert.

Zum Abschluss der beiden Experiment-Tage gab es jeweils eine weitere Vorlesung zur Astro- und Teilchenphysik.

Mittwochs hatten wir dann noch dank der „Happy Hour“ im Hotel die Gelegenheit, engere Kontakte zu knüpfen und einen unterhaltsamen und entspannten Abend mit den anderen SeminarteilnehmerInnen und Dozentinnen zu verbringen.

Am letzten Tag des Programmes, besuchten wir drei weitere hörenswerte Vorlesungen. Die dort behandelten Themen waren:

  • testing gravity with cold atom quantum sensors in space,
  • Playing Quantum und
  • Parallel universes.

Am Ende der lehr- und abwechslungsreichen Woche hatten wir noch einen freien Tag zur Verfügung, um die Stadt Rom mit ihren Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Anschließend wurde jeder einzelne Teilnehmer verabschiedet und mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Am Tag unserer Abreise bedauerten wir die Kürze des großzügigen und weiterbildenden Programms und die zu kurz gekommene Zeit mit unseren neu gewonnenen Freunden.

Zusammenfassend können wir sagen, dass unsere Teilnahme an diesem Workshop uns eine große Chance eröffnet hat, nicht nur neues Wissen zu erlangen, zu vertiefen und anzuwenden, sondern - was noch viel wichtiger war - Kontakte mit Schülern aus ganz Europa zu knüpfen und Ideen auszutauschen.

Abschließend möchten wir uns ganz besonders beim Ehemaligenverein des Schwalmgymnasiums für die Übernahme der Flugkosten bedanken und hoffen, dass noch viele weitere Generationen von SchwalmschülerInnen, die Möglichkeit erhalten an solchen und anderen außerschulischen Lernorten ihre Horizonte erweitern zu können. Wir hatten eine tolle Zeit und danken außerdem noch Herrn Bernhardi, der uns in seiner Physik-AG auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht und uns bei unserer Bewerbung für den Workshop unterstützt hat, sowie dem INFN herzlich für die Ermöglichung dieser interessanten Woche.

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