In Deutschland ist vieles selbstverständlich: tolle Spielplätze, gut ausgestattete Schulen, warme Mahlzeiten und zahlreiche Freizeitangebote. Doch in Uganda sieht der Alltag vieler Kinder ganz anders aus. Das erfuhr die Klasse 5a von Frau Ludes aus erster Hand, als Herr Kauka und Frau Preck vom Verein „Hilfe für Kyegegwa“ zu Besuch waren. Sie bedankten sich persönlich für die Spende, die die Klasse durch einen Kuchenverkauf am Schwalmgymnasium gesammelt hatte – und erklärten, wie wertvoll diese Unterstützung für die Kinder und Familien in Uganda ist.
Die Schule in Kyegegwa wird von rund 770 Kindern besucht, manche sind erst drei Jahre alt. Viele von ihnen leben in großer Armut. Die Schule bietet ihnen nicht nur Unterricht, sondern auch eine tägliche Mahlzeit, sauberes Wasser durch den Brunnenbau und – für Waisenkinder – Schlafräume, die ihnen Sicherheit geben. In einer Klasse lernen oft 80 bis 100 Kinder gleichzeitig. Trotzdem ist es dort erstaunlich leise. Die Kinder wissen, dass Bildung für sie der wichtigste Weg ist, um später Geld zu verdienen und eine Ausbildung zu machen. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler des Schwalmgymnasiums davon, dass bereits Erstklässler in Uganda eine außergewöhnlich schöne Handschrift haben.
Während Kinder in Deutschland Spielplätze und Spielzeug im Überfluss haben, bauen die Kinder in Kyegegwa ihre Spielsachen selbst – aus Draht, alten Dosen, Plastiktüten, Stoffresten oder anderem Material, das sie finden. Aus Müll entstehen Autos, Puppen oder Bälle. Eine Schülerin der 5a fasste es treffend zusammen: „Wie viel man durch Fleiß und Kreativität bewirken kann!“
Der Verein „Hilfe für Kyegegwa“ nutzt Spenden für Schulmaterialien, den Bau von Spielplätzen, Toilettenanlagen, Brunnen für sauberes Wasser, Lebensmittel für ein nährreiches Schulessen, Seifen, Hefte, Trinkflaschen und vieles mehr. Auf die Frage der Klasse 5a, warum sie sich so engagieren und ob sie Geld oder einen Preis dafür bekämen, antworteten Herr Kauka und Frau Preck schlicht: „Weil es uns glücklich macht, anderen zu helfen.“ Die Klasse bedankte sich für den Besuch mit selbst verfassten Gedichten und Blumen. Am Ende waren sich alle einig: Ihre Hilfe kommt an – und sie können die Welt durch den Verkauf von einem Kuchenstück ein kleines Stück besser machen.














